Kondensator­entladungsschweißen (KES)

Das KE-Schweißen (Kondensator­entladungsschweißen) unterscheidet sich vom konventionellen Widerstandsschweißen durch die Art der Energieerzeugung. Zum Schweißen wird ein impulsförmiger Gleichstrom benutzt, der durch die Entladung eines Kondensators entsteht. Die Energie wird von aufgeladenen Kondensatoren über einen Schweißtransformator auf das Werkstück abgegeben. Der Ladestrom kann hierbei um ein Vielfaches kleiner sein als der spätere Entladestrom.

Mit dem KE-Schweißen können Werkstücke unterschiedlicher Materialdicke aus verschiedenen Werkstoffen geschweißt werden. Auch legierte Edelstähle, hochkohlenstoffhaltige oder gehärtete Werkstücke lassen sich mit dem Verfahren verbinden. Es wird beim KE-Schweißen kaum Wärme in das umgebende Material und Elektroden abgegeben, wodurch eine Wasserkühlung nicht notwendig ist.

Vorteile

  • Minimierte Strom-Anschlusskosten
  • Sehr kurze Schweißzeiten (im Millisekunden-Bereich) und schnellen Stromanstieg
  • Schweißen von Chrom/Nickel-Stählen und frei von Anlauffarben
  • Schweißen mit dünner Blechdicke
  • Schweißen von extrem unterschiedlichen Blechdicken
  • Vielbuckelschweißen
  • Schweißen von Stählen C > 0,28%
  • Geringer Elektrodenverschleiß
  • Reproduzierbare Schweißverbindung

Nachteile

  • Nur für Buckelschweißen anwendbar